Sonntag, 20. November 2016

Vorblättern. Offb 21,1-7 (Ewigkeitssonntag)





Wenn mir ein Krimi zu spannend wird, tue ich manchmal etwas, das eigentlich verboten gehört, es wahrscheinlich auch ist. Wenn mir die Spannung einfach zu viel wird, wenn schon wieder ein loser Faden in der Luft hängen bleibt und ich mir nicht mehr vorstellen kann, dass es irgendwie gut ausgehen könnte – dann blättere ich vor, auf die letzten Seiten. Lese nach, wessen Name auf dem Grabstein steht, wer am Ende übrig bleibt. Atme tief durch – und blättere wieder zurück irgendwo in die Buchmitte. Die Spannung bleibt – aber sie wird besser zu ertragen.

Am Ewigkeitssonntag, dem letzten Sonntag im Kirchenjahr, wenn die Bäume entlaubt und die Zeichen auf Abschied stehen, blättern wir in der Bibel vor, auf die allerletzten Seiten. Wir folgen dem Blick des Sehers auf Patmos, lesen die Zeilen, die er an sieben Gemeinden seiner Zeit schreibt. Die Spannung ist unerträglich, von innen her droht Streit und Spaltung, von außen droht die eiserne Hand des Kaisers, die Lage erscheint aussichtslos. Wir lesen sein Schreiben als einen Brief an uns, die wir heute hier sind und an all die Gräber denken, an denen wir im vergangenen Jahr gestanden haben. An das Gefühl von Endgültigkeit, das nach uns griff, als die erste Schaufel Erde auf den Sarg oder die Urne fiel. Wir lesen auf den letzten Seiten, und erkennen Gottes Stimme.


Siehe, ich mache alles neu.


Aber es ist doch alles neu. Es ist doch schon alles anders als früher.
Das Pflegebett schon abgeholt.
Du kommst nach Hause und die Wohnung ist dunkel,
wo früher jemand aus der Küche rief: „Bist du schon zuhause?“,
ist Schweigen.
Du steigst nach der Arbeit ins Auto,
willst reflexartig immer noch links abbiegen,
noch mal schnell im Krankenhaus vorbeischauen.
Setzt schon den Blinker - und denkst dann: „Ach so, nein…“
Hast die Nummer noch nicht aus dem Handy gelöscht,
noch nicht alle Kleider aus dem Schrank geräumt,
und weißt doch: Sie werden nicht mehr gebraucht.
Verteilst Trauerkarten und Danksagungen
wie Visitenkarte, die sagen: Ich bin jetzt ein anderer.
In dem neuen Leben, in der neuen Welt
macht niemand mehr viel zu viele Pfannkuchen,
träumt keiner mehr vom Bodensee,
bleibt das Kreuzworträtsel ungelöst
das Gras ungemäht,
gibt es kein Taschengeld mehr am Donnerstag,
fährt der Enkel jetzt selbst zur Musikschule,
faltet und reißt niemand mehr das Papier,
geht draußen das Leben einfach so seinen Gang,
und doch ist alles anders.
Es ist doch schon alles neu, alles anders als vorher.


Aber es ist nicht alles gut. So sehr wir uns auch trösten mit den Erinnerungen an viele und erfüllte Lebensjahre, so sicher wir uns sind: Sie hat es jetzt besser. Am Ewigkeitssonntag ist Raum für Trauer und Klage, und mittendrin: Raum für Hoffnung, die alles übersteigt, was wir sehen und fühlen. Am Ende wird alles gut, und wenn nicht alles gut ist, dann ist es noch nicht das Ende. 


Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.


Das Meer ist nicht mehr. Viele von denen, die wir im letzten Jahr zu Grabe getragen haben, haben das Meer geliebt, sind gern und viel gereist, haben am Strand von Sylt gestanden und die salzige Weite geschmeckt oder hier in Wuppertal von der windgeschüttelten Heimat Ostfriesland geträumt. Das Meer ist nicht mehr. Für den Seher auf Patmos ist das Meer kein Sehnsuchtsort, sondern eine unüberwindbare Barriere, die ihn von seiner Heimat trennt, unheimlich, wie auch für die abertausend Geflüchteten, die Jahr für Jahr an der afrikanischen Küste stehen. Das Meer. Unendlich weit und tief wie die Trauer, vor der manche von Ihnen in diesem Jahr gestanden haben, in der mancher glaubte zu versinken. Unberechenbar, wenn plötzlich aus heiterem Himmel ein Sturm die Wogen haushoch peitscht, so wie bei manchen von Ihnen nach Monaten, vielleicht sogar Jahren die alten Wunden plötzlich aufbrechen. Unergründlich, wie die Geheimnisse, die manche mit ins Grab genommen haben, die Rätsel, mit denen die Überlebenden zurückbleiben. Das Meer wird nicht mehr sein, die See aus Tränen getrocknet, der Ozean aus Zeit überwunden, die Wogen geglättet, das Verborgene sichtbar.




Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.


Als Johannes diese Zeilen schreibt, ist von dem einstmals so prächtigen Jerusalem nicht viel übrig. Der Tempel zerstört, die Straßen verwaist, die geistliche Heimat von Juden und Christen kaum mehr wiederzuerkennen. „Sie war kaum mehr wiederzuerkennen“, haben manche von Ihnen gesagt, wenn das Ende sich quälend lang ausgedehnt hat. „Als sie zum ersten Mal ungeschminkt aus dem Haus ging, da wusste ich, dass etwas nicht stimmt.“ Das neue Jerusalem wird anders sein. Neu aufgebaut, nicht in alter Pracht, sondern in neuer Schönheit. Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. Es wird gesät in Niedrigkeit und wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird gesät in Armseligkeit und wird auferstehen in Kraft. Es wird gesät ein natürlicher Leib und es wird auferstehen ein geistlicher Leib. Wir werden anders sein. Neu geschaffen, auferstanden und verwandelt. Ob unsere grauen Haare die Farbe wieder gewinnen, ob unsere Falten geglättet und unsere Narben verschwunden sein werden – ich weiß es nicht. Vielleicht werden sie uns auch einfach nicht mehr stören. 




Das neue Jerusalem kommt von oben, wie alles Gute. „Irgendwie tröstlich“, sagte jemand bei einer Beerdigung, als es am Grab zu regnen begann, wie es das in Wuppertal oft tut. „Irgendwie tröstlich – so sind wir aufgewachsen…“ Das neue Jerusalem kommt. Wie alles Gute können wir es weder herbeiwünschen noch erzwingen. Gottes neue Welt kommt auf uns zu, und manchmal blitzt sie am Horizont auf.


Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.


Vielleicht haben Sie im letzten Jahr schon erlebt, wie es sein wird. Durch jemanden, der ihnen wortlos ein Taschentuch gereicht, die Tränen getrocknet, Sie im richtigen Moment in den Arm genommen hat. Bei Ihnen im Dunkeln gesessen hat, für Sie dagewesen ist und Tod, Leid und Schmerz für den Moment zurückgedrängt hat. Vielleicht sind solche Momente Vorgeschmäcker auf die Stadt, die kommt, vielleicht, oder sehr wahrscheinlich, sitzt in diesen Momenten jemand mit am Tisch, den wir nicht sehen und an den wir trotzdem glauben und mit dem wir rechnen müssen. Der Himmel, der kommt, grüßt schon die Erde, die ist, wenn die Liebe das Leben verwandelt.

Am Ewigkeitssonntag, dem letzten Sonntag im Kirchenjahr, wenn die Bäume entlaubt und die Zeichen auf Abschied stehen, blättern wir in der Bibel vor, auf die allerletzten Seiten. Lesen dort: Es wird alles gut, und wenn nicht alles gut ist, dann ist es eben noch nicht das Ende. Stellen fest: All die Erfahrungen des letzten Jahres sind keine Schlusskapitel. Nach einigen leeren Seiten wird die Geschichte weitergeschrieben: Die Lebensgeschichten unserer Verstorbenen, unsere eigenen, und die der ganzen Welt. Wir blättern zurück und wissen um das Ende. Da wird alles gut. Das nimmt die Spannung nicht völlig weg, das wischt nicht alle Trauer weg. Aber beides wird erträglicher.


Amen.

Samstag, 19. November 2016

EDEKA und kirchliche Öffentlichkeitsarbeit

Sie haben es schon wieder getan: Nachdem EDEKA letztes Jahr die Deutschen zumindest für die Dauer von zwei-drei Minuten in dem vieldiskutierten Werbespot an ihre alten Eltern erinnert hat, wurde in diesem Jahr nachgelegt mit einem weiteren Clip, bei dem es auch wieder um Familie geht. 




In meiner höchsteigenen theologenschweren Filterbubble läuft der Clip rauf und runter, oft verbunden mit entweder ernsten Anfragen an die im Film gezeigten Genderstereotypen, oft jedoch auch mit der Frage: Warum kriegen wir so etwas nicht hin? Ich kann mir da so einiges vorstellen. Es folgen ein paar besserwisserische Kommentare zur kirchlichen Öffentlichkeitsarbeit. 
 

GESETZ UND EVANGELIUM, BINDEN UND LÖSEN, WIE IMMER MAN ES NENNEN WILL.



EDEKA legt, wenn auch in weichgezeichneten Bildern, den Finger in eine Wunde: Wie Ihr mit euren Kindern umgeht, ist scheiße. Das ist sicherlich überzeichnet, ich merke aber auch: Irgendwo trifft es mich doch. In kirchlichen Clips wird so etwas vermieden, weil man niemandem auf den Schlips treten will. Zum Teil aus sicherlich bedenkenswerten seelsorglichen Erwägungen (will man den überforderten Eltern noch einen reinwürgen?), zum Teil aber auch aus zeitgebundenen Erfahrungen und theologischen Unklarheiten: Wogegen wir sind, das haben wir verlernt zu sagen. Aus gutem Grund, weil der Übergang von der sich bis in die Nachkriegsjahre hinein allein durch Abgrenzung definierenden Kirche auch eine Befreiung war. Und gleichzeitig auch nicht, weil auf diesem Weg an vielen Stellen die Klarheit verloren gegangen ist. 

DIE ZIELGRUPPENFRAGE.


Werbung richtet sich an Zielgruppen. Hemmungs- und alternativlos. Wirtschaftsunternehmen geben mehr für Kundenkreisanalysen aus als wir. Und allen Milieueinsichten zum Trotz wird kirchliche Öffentlichkeitsarbeit zwar auch aus einer bestimmten Milieuwarte heraus betrieben, leugnet diese Bindung aber und gibt vor, allen alles sein zu wollen. Da kann wenig mehr rauskommen als dümmliches Dödelö und krampfige Gefühligkeit, die man einerseits fürchtet, andererseits für den kleinsten gemeinsamen Nenner allen Volkes hält. "Herzergreifend" zu predigen würde, unterstelle ich mal, automatisch unter den Generalverdacht der emotionalen Manipulation gestellt, so wie man dem Kollegen X oder der Gemeinde Y, die Sonntag für Sonntag überdurchschnittliche Gottesdienstzahlen vorweisen können, gern reflexartig Oberflächlichkeit und theologische Massenwaren unterstellt.

VOM MUT, NICHT ÜBER SICH SELBST ZU REDEN.


EDEKA traut sich, zumindest vordergründig, nicht für sich selbst Werbung zu machen. Die Kirche traut sich das nicht. Die letzten Video- und sonstigen Kampagnen, an die ich mich erinnern kann, waren weitestgehend Imagefilme für die Vereinskirche. Die werden mit großem Getöse vorgestellt, oft unter Rekurs auf das mediale Ereignis, das die Reformation auch war, mit Flugschriftenschwemme und dergleichen. Der Unterschied war aber, dass die besagten Flugschriften für das geworben haben, was man als theologisch richtig und heilsam erkannt hat, und so dazu beigetragen haben, reformatorische Gedanken zu popularisieren. Abgesehen von einer zu einem "der liebe Gott findet alles irgendwie gut" reduzierten Rechtfertigungstheologie höre ich wenig Glaubensaussagen, und sehe noch weniger Kreativität bei dem Versuch, solche neu zu formulieren.

STORYTELLING... NOT.



Gute Werbung ist gutes Storytelling. Theologie war das auch mal, aber die Verniedlichung des Glaubens zur Weltanschauung und die behördenkirchliche Identität haben das irgendwie untergehen lassen (historisch fing das bestimmt auch schon mit den Apologeten und den apostolischen Vätern an). Das sieht man, wenn man auf Gemeindehomepages rumsurft - wenn es da Bilder gibt, zeigen die in aller Regel Gebäude oder aber Amtsträger_innen in voller Montur, die irgendetwas tun, was sich dem Uneingeweihten nicht erschließt. Sehr viel Statisches, sehr viel Unintuitives, und wenn es mal darum geht, "was wir glauben", werden in der Regel Gemeindekonzeptionen von sprachlich und theologisch zweifelhafter Qualität vorgestellt.


Als Kirchengeschichtler bin ich immer etwas zögerlich, wenn aktuelle Entwicklungen so einfach auf Jahrhunderte oder Jahrtausende zurückliegende kirchengeschichtliche Ereignisse zurückgeführt werden. Trotzdem kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass kirchliche Medienpräsenz etwas von einer nachbilderstürmerischen Landschaft aus Bleiwüsten hat (und dieser Blog ist sicherlich keine Ausnahme). Bislang, correct me if I'm wrong, gibt es noch keinen kircheneigenen Bildpool, der eine nennenswerte Zahl an Fotos in nennenswerter Qualität bereit hielte. So bleibt der Rückgriff auf externe Stockfotos oder, in den meisten Fällen, die lähmende Angst vor missbrauchten Bildrechten, weswegen man es dann doch gleich sein lässt.

SPARZWANG UND MEDIENINKONTINENZKOMPETENZ



Auf meinem Smartphone habe ich eine App der Church of England, Reflections for Daily Prayer. Eine der ganz wenigen Apps, die ich mir etwas kosten lasse. Jeden Tag: Ein Bibeltext, ein paar kluge Gedanken dazu, ein Gebet. Bestimmt wenig interessant für Kirchenferne, aber nahrhaft für mich. Auf Deutsch habe ich so etwas bislang nicht gefunden. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass wir in der Kirche immer noch davon ausgehen, dass irgendwie medienaffine Menschen zwangsweise kirchenfern und theologisch ungebildet sein müssen, denen man nur kleine, leichtverdauliche Häppchen präsentieren kann. Angemessene, Inhalt und Adressaten gleichermaßen wertschätzende Elementarisierung gehört zu den schwierigsten Aufgaben von Theologinnen und Theologen - im weiten Feld der Kindertheologie weiß man das mittlerweile, in der "Ökumene der dritten Art", dem Kontakt zu "Kirchenfernen" oder "religiös Unmusikalischen" wohl noch nicht so.

Von den Württembergern gibt es immerhin eine AndachtsApp. Auf die aufmerksam geworden bin ich durch einen Werbespot, den ich vom Ergebnis her irgendwie komisch fand, vor dem ich aber trotzdem großen Respekt hatte und habe, weil er sich so ganz jenseits von dem bewegt, was kirchliche Videos sonst so ausmacht. Ich habe sie mir runtergeladen - und recht schnell wieder gelöscht, denn die (gut verschlagworteten) Andachten sind, soweit ich sehen kann, weitestgehend recycelte Videos, die es schon anderswo gab und die mich auch dort nicht so recht überzeugen. Auch hier ist mir die Zielgruppe nicht klar, auch hier zeigt sich die Unentschlossenheit, mit der man mit Medien umgeht: Man wagt den Griff zum Clip, möchte aber kein Geld in die Hand nehmen, um die Vorteile des Mediums zu nutzen. Die Clips sind weitestgehend statisch, zeigen Menschen mittleren und höheren Alters, die vor einem mehr oder weniger augenfreundlichen Hintergrund in die Kamera sermonieren - ein bisschen wie die Regionalvariante des Wort zum Sonntags.

VON DER ANGST VOR DER DEUTUNGSHOHEIT


Man wird Wetten abschließen können, in wie vielen Weihnachtspredigten im Jahr 2016 die nachlässigen EDEKA-Eltern und ihre traurigen Kinder den Lebensnähe vorgebenden "Aufhänger" darstellen. So wie der totgesagte EDEKA-Opa letztes Jahr. Und so, wie es vor ein paar Jahren tadelnd von den Kanzeln tönte, Weihnachten würde mitnichten unterm Baum, sondern (je nach theologischer Couleur) an der Krippe oder unterm Kreuz entschieden.

Ich finde sehr, dass wir von den guten Geschichtenerzählern der Werbung lernen können. Ich glaube aber nicht, dass das darin besteht, ihre Filmchen kommentierend nachzuerzählen.

Ich finde aber auch, dass wir sehr vorschnell das Kompetenzgefälle festlegen - wir mögen bitte von Werbung und PR lernen. Dass das sehr wohl auch anders ginge, zeigen die religiösen Motive, deren sich Werbung auch immer bedient und bedient hat. Manchmal mit großem Erfolg - auch oder weil wir die Deutungshoheit von uns schieben und religiöse Motive und biblische Bilder in unserer Öffentlichkeitsarbeit meiden wie der Teufel das Weihwasser. Wo Filmemacher und Werbetreibende epische Dramen erzählen und inszenieren, verticken wir halt Luther-Kuchenschablonen und lassen mehr oder weniger bekannte Prominente streckenweise Belangloses zur neuen Lutherübersetzung sagen
 
Und nachdem ich jetzt lang genug über mangelnde Medienkompetenz genörgelt habe, gehe ich ins stille Kämmerlein und gräme mich, dass ich es nicht einmal schaffe, bei Blogger die Texte einigermaßen vernünftig zu formatieren. 

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Aus "Weltladen" wird "WeltKulturLaden"...

... weil unser Bücherschrank dorthin umzieht, weil wir wohnzimmerintime Lesungen veranstalten, und weil Eine-Welt-Arbeit sowieso viel mit Kultur zu tun hat.

 

Montag, 12. September 2016

Gnadensprüche und Kintsugi - Liturgiedidaktik in der Konfirmandenarbeit



#gottmachtganz
#risseundgoldstaub
#säenwachsenernten


Teile einer Hinführung zum Gottesdienst

für Konfirmand_innen



Gottes Dienst erfahren

Es gibt viele gute Konzepte, unter Zuhilfenahme ganzheitlicher und vor allem kirchenpädagogischer Methodik den Gottesdienst für Jugendliche erlebbar und buchstäblich begehbar zu machen. Diese Ansätze erscheinen besonders eindrücklich, wo eine alte Kirche und eine traditionell lutherische Liturgie den „Weg im Geheimnis“[1] vor- und nachzeichnen. Unsere Rahmenbedingungen sind andere: Weder unser moderner und recht kleiner Kirchraum, noch der uniert-reformierte Ablauf unseres Gottesdienstes geben in dieser Hinsicht viel her. Deswegen arbeiten wir stärker isoliert an Bestandteilen des Gottesdienstes, die an die großen Themen des KU und des Glaubens rückkoppelbar sind. Wir gehen auch davon aus, dass die klassische liturgische Dramaturgie zwar in sich weitgehend stimmig und von einem Gewöhnungseffekt[2] getragen ist, die Formen in traditioneller Sprache und der Straßburger Melodien aber alles andere als alternativlos sind.[3] Der im Lauf der Einheit vorbereitete Vorstellungsgottesdienst soll deutlich machen, dass wir liturgisches Lernen als einen Prozess in beide Richtungen verstehen.


#kintsugi #wabisabi

Kintsugi (金継ぎ, wörtlich „Goldflicken“) bezeichnet eine japanische Kultur- und Handwerkstechnik, bei der zerbrochenes Porzellan oder Keramik geklebt wird. Anders als in westlicher Restaurationspraxis, die großen Wert darauf legt, Bruchstellen möglichst unsichtbar werden und Repariertes makellos und unversehrt erscheinen zu lassen, wird beim Kintsugi der Leim mit Goldpulver gemischt und schadhafte Stellen so auf kunstvolle und überaus sichtbare Weise ausgebessert.[4] Kintsugi ist eine Realisierungsform des ästhetischen Konzepts Wabi-Sabi (侘寂), bei dem es, grob gesagt, um die Schönheit im Versehrten, Unvollendeten und Imperfekten geht, ein Grundsatz, der auch in der Zen-Philosophie eine Rolle spielt.[5]


Verlorenes zurückbringen, Verwundetes verbinden

„Ja“, sagte Dumbledore,
„diese Narbe wird ihm für immer bleiben. […]
Narben können recht nützlich sein.
Ich selbst habe eine oberhalb des linken Knies,
und die ist ein tadelloser Plan der Londoner U-Bahn.“[6]


Die Praxis des Kintsugi verbinden wir mit dem Eingangsteil des Gottesdienstes, genauer gesagt der Dramaturgie von Offener Schuld und Gnadenzusage, in der Gottes Versöhnungshandeln in Christus sprachlich realisiert wird. „Der Themenkomplex ‚Schuld und Vergebung‘ ist für Jugendliche besonders wichtig.“[7] Die Jugendlichen haben Erfahrungen mit Zerbrochenem, sie sind verletzt worden und haben andere verletzt. Auch nach zwölf Jahren hat das Leben Spuren hinterlassen, die sich nicht verwischen oder verstecken lassen, mit denen es leben zu lernen gilt. Die Sichtbarkeit der Risse bewahrt dabei vor einer ebenso populären wie unbiblischen Verkürzung der Rechtfertigungslehre zu einem „Gott findet schon alles irgendwie okay“[8], die Ambivalenz der Schönheit des Unvollkommenen führt in ein Zentrum (nicht nur) paulinischer theologischer Anthropologie[9] - und öffnet den Blick für Ambiguitätstoleranz als Kulturfähigkeit und spirituelle Praxis. Die langwierige Prozesshaftigkeit der Aneignung dieser affektiven Lerndimension lässt das Thema als für das Einstiegsseminar zu Beginn der Konfirmandenzeit geeignet erscheinen – als cantus firmus soll es sich durch die gesamte gemeinsame Zeit ziehen und im Schein wechselnder Bilder und Geschichten immer wieder aufblitzen. Die Vorläufigkeit und Prozesshaftigkeit wird auch im zweiten Teil der Einheit, die sich dem gottesdienstlichen Schritt Verkündigung und Bekenntnis zuwendet, eine Rolle spielen.


Material und Vorbereitung

Für den ersten Schritt nehmen wir kleine Blumentöpfe aus Ton[10] (Öffnungsdurchmesser ca. 10 cm). Anstelle des mit echtem Goldstaub versetzten Urushi-Lacks haben wir Holzleim mit Goldpulver aus Lebensmittelfarbe im Volumenverhältnis <2:1 vermischt; das Pulver ist in speziellen Backzubehörläden, in manchen sehr gut sortierten Lebensmittelgeschäften und über das Internet erhältlich und weitaus feiner als Glitzerpartikel aus dem Bastelladen, außerdem gesundheitlich unbedenklich. Aus Zeitgründen wird die Masse von den Teamern angemischt, dabei wurde darauf geachtet, dass auf der gesamten Arbeitsfläche ein wenig Goldpulver verteilt wurde (das wird später noch aufgegriffen). Der Leim trocknet schnell, sodass man bereits nach einer Viertelstunde bei entsprechender Sorgfalt mit den Töpfen weiterarbeiten kann. Der Goldleim lässt sich gut mit einem kleinen Borstenpinsel auftragen; da das Hinausquellen des Leims über die Bruchkanten gewollt ist, ist kein besonders filigranes Arbeiten notwendig. Außerdem braucht man schwarze Faserstifte (nicht wasser- oder dokumentenecht) und Goldstifte, zudem Blätter, auf denen biblische Gnadensprüche aufgedruckt sind.[11]


Durchführung_ Scherben fabrizieren

Die Konfirmand_innen hocken sich draußen in einen Kreis.[12] Sie erhalten jeweils einen Blumentopf und die Aufforderung, ihn zu zerbrechen:

„Ihr alle habt wahrscheinlich schon einmal etwas geschenkt bekommen, das euch kaputt gegangen ist. Diesen Blumentopf dürft Ihr kaputt machen, ihr könnt ihn fallen lassen oder mit einem Hammer zerschlagen. Vielleicht fallen euch dabei Sachen ein, die euch kaputt gegangen sind, die ihr selbst oder die andere kaputt gemacht haben. Das können Gegenstände sein, das können aber auch Dinge sein, die man nicht sieht. Manchmal schenkt man Vertrauen – und es wird missbraucht, teilt ein Geheimnis, und es wird weitererzählt. Freundschaften können zerbrechen, Selbstvertrauen auch. Was fällt Euch ein?“

Nachdem die Konfirmand_innen ihre Scherben eingesammelt haben, geht es zur ersten Arbeitsstation, an der schwarze Faserstifte bereit liegen. Auf größeren Scherben haben die Teamer_innen Beispielsätze formuliert, um den Blick möglichst schnell von einer gegenständlichen auf eine symbolisch-relationale Ebene zu lenken. Die Konfirmand_innen können auf der Innenseite der Scherben ihre Erfahrungen des Zerbrechens aufschreiben.

„Vielleicht denkt ihr jetzt gerade an Dinge, die euch zerbrochen sind oder die einen Knacks bekommen haben, an Erfahrungen, die ihr selbst gemacht habt. Wo habt ihr jemandem Unrecht getan, verletzt? Schreibt eure Erfahrungen auf die Innenseiten der Scherben. Ihr braucht das, was ihr schreibt, niemandem zu zeigen oder zu erzählen, es kann euer Geheimnis bleiben.“

Wir nehmen bewusst nicht-dokumentenechte Stifte, weil sich die Schrift nach einigem Gebrauch der Blumentöpfe auflöst (#prozesshaftigkeit) – wenn die Konfirmand_innen nach Wochen oder Monaten in das Innere des Blumentopfs sehen, ist sie verschwunden oder zumindest verblasst.

Die ehren- und hauptamtlich Leitenden machen das mit, einerseits als Solidarisierung und Ermutigung bei einem potenziell in die Tiefe gehenden Arbeitsschritt, andererseits um eine konzentrierte Atmosphäre zu schaffen und bei Störungen behutsam und unaufgeregt intervenieren zu können.

„Jetzt stehen wir hier mit unseren Scherben…“ Diese Feststellung ist Ausgangspunkt für ein kurzes Unterrichtsgespräch, das sich um Schuld und Vergebung dreht. Erfahrungsgemäß stellen die Konfirmand_innen selbst recht schnell die Frage nach der Herkunft der Vergebung und kommen von selbst auf den Moment des extra nos, der in der alltagssprachlichen Formulierung „sich entschuldigen“ verdunkelt wird.[13] Das kann quasi-liturgisch aufgenommen werden, indem am Ende des Unterrichtsgesprächs und vor der nun nötigen Pause „Meine engen Grenzen“ (EG.RWL 600) gesungen wird.
Das handgreifliche Umgehen mit Zerbrochenem entwickelt erfahrungsgemäß eine interessante Dynamik: Die Konfis versuchen, ihre Tontöpfe selbst wieder zusammenzusetzen. Analog zur Thematik des extra nos stellt sich materialiter die Frage nach dem Kitt, der Zerbrochenes zusammenfügen kann.


Durchführung_ Kintsugi


Die Konfirmand_innen werden in eine andere Ecke des Raumes geführt, in der von der Decke Papiere mit biblischen Gnadensprüchen hängen. In einem kleinen Galerierundgang werden diese wahrgenommen, dann kann in einem kurzen Plenumsgespräch die Wirkung dieser Worte besprochen werden, bevor die Konfirmand_innen sich je einen Spruch, der sie besonders angesprochen hat, nehmen.

„Ihr habt jetzt viele Sätze gelesen. Was für Bilder hattet ihr dabei im Kopf? Wie habt ihr euch beim Lesen gefühlt? Sucht euch jetzt einen, der euch besonders angesprochen hat, und nehmt ihn mit.“

In der Bastelecke stehen Gefäße mit Goldleim, Pinsel und goldene Eddings bereit. Wenn die Konfis wieder am Platz sind, wird ihnen das Prinzip von Kintsugi und Wabi-Sabi kurz und ohne Nennung der Fremdworte erläutert – der ästhetische Grundsatz von der Schönheit des Versehrten und mit Spuren Gezeichneten ist für Konfis unmittelbar andockfähig. Das anschließende Zusammensetzen der Tontöpfe dauert je nach Scherbenzahl, Konzentration und handwerklichem Geschick unterschiedlich lange, daher bietet es sich an, ein Alternativprogramm für die Schnellen bereit zu halten, die den Topf auch schon mit „ihrem“ Gnadenspruch verziert haben. Eine Stunde reicht für diesen Arbeitsschritt jedoch aus. Auf eine Bündelung an dieser Stelle haben wir verzichtet, eine solche erfolgt tags darauf im Vollzug des Gottesdienstes.

Am Ende stehen eine Reihe von Tontöpfen vor den Konfis, mit vergoldeten Rissen und Verzierungen – und weitaus schöner und interessanter als vorher. Die Konfis tragen die Spuren des Reparaturprozesses an den Händen – der Goldstaub, der an den Fingern klebt und überall hängen bleibt, bildet den Ausgangspunkt für einen kleinen geistlichen Impuls rechtzeitig zum Mitttagessen (auf gut kirchlich gesagt: „Aus der Vergebung heraus“, umrahmt durch das Lied „Wie ein Fest nach langer Trauer“).


Das glanzvoll Reparierte füllen

In der Dramaturgie des Gottesdienstes folgt auf den Eingangsteil der Block Verkündigung und Bekenntnis. Auch von den Arbeitsschritten des Tages her bietet sich buchstäblich ein Input an, die reparierten und verschönerten Töpfe warten darauf, gefüllt zu werden. Für den nächsten Schritt braucht es an Material (aus lebensmittelchemischer Sicht unbedenkliche) Pflanzerde, gemischte Samen, Wasser, Bibeln und Schreibzeug.  

In einem ersten Schritt füllen wir die Töpfe mit der Erde, im Plenumsgespräch wird die Frage gestellt, welchem gottesdienstlichen Teil dieser Schritt entsprechen könnte. Selbst bei wenig Gottesdiensterfahrung kommen die Konfis recht schnell auf besagten Verkündigungsteil. Gemeinsam lesen wir das Sämanngleichnis Mk 4,3-10 – die Versabgrenzung erscheint sinnvoll, weil in dieser Perikope sowohl das Hören als auch die Verstehensproblematik explizit thematisiert werden. Unmittelbar im Anschluss machen die Konfis zunächst das im Gleichnis Beschriebene nach und säen die Samen ein.



Die Konfis kommen von selbst darauf, dass die Bewässerung fehlt – das bietet den Anlass für den nächsten Arbeitsschritt. In zwei-drei Untergruppen setzen sich die Konfis kreativ mit diesem Text auseinander, in unserem Fall mit dem Arbeitsauftrag, eine kleine Predigt zu schreiben – dass Bildworte auslegungsbedürftig sind, leuchtet den Jugendlichen unmittelbar ein. Der Arbeitsauftrag kann je nach Stimmung und Zusammensetzung in der Gruppe variiert werden: Bei diskussionsfreudigen Kleingruppen kann eine gemeinsame Erarbeitung das Ziel eines Gruppengesprächs darstellen, bei eher stillen Teilnehmenden kann daraus auch eine Einzelaufgabe werden, möglicherweise mit beispielhaften Leitfragen/Schreibanregungen, die den Bereichen Bibliolog/kreatives Schreiben/Poetry-Slam-Workshop entstammen: „Du bist ein Samenkorn. Wo möchtest du landen, wo würdest du dich wohlfühlen – und warum?“ – „Übersetze das Gleichnis in eine Bilderwelt, die deinem Alltag eher entspricht.“ – „Welche Ratschläge würdest du dem Sämann geben?“
Die Themen und Textsorten, die hier zusammen kommen, sind äußerst vielfältig. Nach einer freiwilligen Ergebnispräsentation wird die Saat begossen, als Symbol für die Notwendigkeit der Auslegung von und des Austauschs über biblische Texte. Die Texte der Konfis bieten außerdem Anknüpfungspunkte für die Predigt im Vorstellungsgottesdienst.


Säen, wässern, wachsen lassen

Die #prozesshaftigkeit des Wachsens und Erntens entspricht wiederum einer subtextuellen Lerndimension der Einheit: Nicht alle Arbeitsergebnisse sind direkt sichtbar, manches braucht seine Zeit – und birgt Überraschungen: Um diesen Weg nicht übermäßig lang werden zu lassen, verwenden wir Kressesamen, denen jedoch andere oberflächig keimende Samen untergemischt sind. Bei entsprechender Geduld und Pflege können in dem einen oder anderen Topf auch plötzlich Rucola oder Tomaten wachsen.[14]


Transfer, Vollzug, whatever

Die Einheit, die beim „Starterwochenende“ mit dem neuen Konfijahrgang gehalten wurde, endet erst mit dem Gottesdienst am darauffolgenden Sonntag. Das Erarbeitet wird in den Gottesdienstablauf integriert, sodass sich die Dynamik von Heilen, Füllen, Wässern in der Dramaturgie von Eingangs- und Verkündigungsteil für die Konfis nachvollziehbar ereignen kann. Deswegen kommen auch die im Rahmen des Wochenendes gesungenen Lieder vor; die Predigt bietet die Möglichkeit, das Geschehen auch für diejenigen, die nicht dabei waren, zu deuten und zu bündeln.


Starter-Gottesdienst

Musikalisches Vorspiel

Begrüßung

Lied: „Und ein neuer Morgen“

Psalm- und Kyriegebet

Lied: „Meine engen Grenzen“
Auf dem Abendmahlstisch liegen Scherben eines größeren Blumentopfs. Die Gemeinde ist eingeladen, während des Liedes ihre eigenen Erfahrungen vom Zerbrechen dort festzuhalten. Der Blumentopf wurde hinterher von Interessierten beim Kirchenkaffee an einem Tisch zusammengesetzt, der Topf mit Erde befüllt, mit Kräutern bepflanzt und mit der ausdrücklichen Einladung, sich in den kommenden Wochen zu bedienen.

Gnadenspruch

Lied: „Mercy is falling“

Lesung: Mk 4,3-10

Credo

Lied: „Wie ein Fest nach langer Trauer“

Predigt

Lied: „Kleines Senfkorn Hoffnung“

Begrüßung/Einsegnung der neuen Konfirmand_innen

Fürbitten

Unser Vater

Segen

Lied: „Der Lärm verebbt“

Nachspiel



[1] Martin Nicol, Weg im Geheimnis. Plädoyer für den Evangelischen Gottesdienst, Göttingen ³2011.
[2] Vgl. Okko Herlyn, Theologie der Gottesdienstgestaltung, Neukirchen-Vluyn 1988, 8f.
[3] http://kirchengeschichten.blogspot.de/2015/08/pladoyer-furs-handchenhalten-gegen.html
[4] https://sebastiants.wordpress.com/grosse-spiele/gold-wunden-4/gold-wunden-2/
[5] https://de.wikipedia.org/wiki/Wabi-Sabi
[6] JK Rowling, Harry Potter und der Stein der Weisen, dt. von Klaus Fritz, Hamburg 1998, 20f.
[7] Herbert Kolb, Neu starten. Die „Feier der Versöhnung“ in der Konfirmandenzeit, in: RPZ Heilbronn 09/09, http://www.rpz-heilsbronn.de/fileadmin/user_upload/daten/arbeitsbereiche/Konfirmandenarbeit/inhalte/Versoehnung_feiern.pdf.
[8] Vgl. die problematische Rede vom „lieben Gott“.
[9] Vgl. in Anlehnung an Paul Tillich Wilko Teifke, Offenbarung und Gericht: Fundamentaltheologie und Eschatologie bei Guardini, Rahner und Ratzinger, Göttingen 2012 (FSÖT 135), 261: „Vor dem Hintergrund der Spannung von Existenz und Essenz und der eschatologischen Spannung von schon jetzt und noch nicht und der Zweideutigkeit des Lebens […] ist es konsequent, den in Christus verwirklichten Begriff des Neuen Seins prozesshaft zu verstehen. […] Zum prozesshaften Charakter des Neuen Seins gehört dann auch, dass die Bewusstwerdung der aktuellen Situation deutlicher wird und dass das Neue Sein als Prozess zum Bewusstwerden der Zweideutigkeiten des Lebens führt.“ Vgl. a. Rainer Lachmann, Grundsymbole des christlichen Glaubens. Eine Annäherung, Göttingen 1992 (BThS 7), 102f.
[10] Das Material bietet Anknüpfungspunkte für biblische Assoziationen (vgl. Jer 18, Röm 9), die im vorliegenden Entwurf nicht weiter verfolgt werden, aber sicherlich weitere Denk- und Arbeitsfelder eröffnen.
[11] Eine Auswahl findet sich in der Reformierten Liturgie, 160ff.
[12] Das Hinhocken hat praktische Gründe – der Fall aus ca. einem halben Meter Höhe auf den Steinboden lässt den Topf zerspringen, gleichzeitig bleibt das Scherbenpuzzle händelbar.
[13] https://beta.welt.de/kultur/literarischewelt/article122447817/Kein-Mensch-kann-sich-entschuldigen.html?wtrid=crossdevice.welt.desktop.vwo.social-referrer.home-spliturl&betaredirect=true
[14] Die ausführliche Beschäftigung mit dem Text halten wir für unverzichtbar, um den von Burkhard Nolte erhobenen Einwänden gegen eine „Tornisterpädagogik“, die wir in Teilen für zu kurz gedacht halten, zu begegnen: http://www.rpi-loccum.de/material/konfirmandenarbeit/ku_nolte